Claude Code überall & offizielle Ressourcen
Level 3 | 40 Minuten
Alle Nutzungsorte von Claude Code im Detail, die Dokumentationsstruktur verstehen, Extend-Features einordnen und einen nachhaltigen Lern-Workflow aufbauen.
Lernziele
- Alle Nutzungsorte von Claude Code kennen und ihre Stärken/Grenzen verstehen
- Die Dokumentationsstruktur von code.claude.com navigieren und die richtigen Kapitel finden
- "Extend Claude Code" einordnen: CLAUDE.md, Skills, MCP, Subagents, Hooks, Plugins – mit Entscheidungshilfe
- Einen nachhaltigen Workflow aufbauen: Kurs + Docs + Changelog + Community
Video: 🎬 Lektion 29: Claude Code überall
Claude Code überall
Claude Code ist nicht nur ein Terminal-Tool. Es läuft auf mittlerweile acht verschiedenen Plattformen, jede mit eigenen Stärken. Die offizielle Übersicht findest du unter [Claude Code overview](https://code.claude.com/docs/en/overview) (Abschnitt „Use Claude Code everywhere"). Das Verständnis, WANN du WELCHE Plattform nutzt, ist entscheidend für einen effizienten Workflow.
Terminal (CLI) – das Kern-Erlebnis
Das Terminal ist die Ur-Form von Claude Code und bietet die vollständigste Funktionalität:
- Volle Slash-Commands: /fast, /model, /rewind, /compact, /init, /agents, /hooks und alle weiteren.
- MCP-Server: Alle MCP-Verbindungen (HTTP, SSE, stdio) funktionieren im Terminal. Seit 2.1.137 können Hooks direkt MCP-Tools aufrufen (Hook-Typ "mcp_tool"), nicht nur Shell-Commands.
- Agent Teams: Nur im Terminal verfügbar (In-Process oder Split-Pane/tmux).
- Headless/Programmatic Mode: Für CI/CD, Automatisierung und Scripting.
- Pipe Support: Input und Output können gepiped werden – Unix-Philosophie.
- Git Worktrees: Mehrere parallele Sessions in verschiedenen Worktrees. Wichtig (seit 2.1.133): Die Default-Basis ist origin/<default> (frisch gebrancht), nicht lokaler HEAD. Mit worktree.baseRef: "head" in settings.json auf lokales HEAD switchen.
Wann Terminal? Immer wenn du die volle Kontrolle brauchst, mit Agent Teams arbeitest, in CI/CD-Pipelines oder bei fortgeschrittener Automatisierung.
# Terminal-Grundbefehle
claude # Interaktive Session starten
claude --model opus # Mit bestimmtem Modell starten
claude --continue # Letzte Session fortsetzen
claude --continue --fork-session # Session forken
claude --resume # Session-Picker öffnen
# Headless/Programmatic (für CI/CD)
echo "Review this PR" | claude --headless
claude -p "Fix all TypeScript errors" --output-format json
# Pipe-Support
cat error.log | claude "Was ist hier schiefgelaufen?"
claude "Generiere eine Migration" | tee migration.sql
Web (claude.ai/code) – keine Installation nötig
Die Web-Version läuft unter claude.ai/code und erfordert keine lokale Installation: - Parallele Tasks: Mehrere Claude-Code-Sessions gleichzeitig in verschiedenen Tabs. - Integrierte Diff-Ansicht: Code-Änderungen werden visuell als Diffs dargestellt. - Cloud-Sessions: Arbeit wird in der Cloud gespeichert, kein lokaler State. - Keine CLI-Kenntnisse nötig: Ideal für Einsteiger oder wenn du an einem fremden Rechner sitzt. Einschränkungen: Kein Zugriff auf lokale Dateien (alles in der Cloud), keine MCP-Server, keine Hooks, kein Agent Teams. Für lokale Projekte: CLI oder IDE-Extension.
Desktop-App – eigenständige Anwendung
Die Desktop-App ist eine eigenständige Anwendung mit grafischer Oberfläche: - Diffs und Inline-Edits: Visuelle Darstellung von Änderungen wie in einer IDE. - Parallele Sitzungen: Mehrere Sessions in Tabs, inkl. Git Worktree-Support. - Cloud-Sessions: Sessions können zwischen Desktop und Web synchronisiert werden. - Kein Terminal nötig: Für Nutzer, die lieber grafisch arbeiten. Wann Desktop? Wenn du eine dedizierte Claude-Code-Erfahrung willst ohne IDE-Integration, oder wenn du zwischen Projekten wechselst.
Chrome Extension (Beta) – Browser-Anbindung
Die Chrome-Extension verbindet Claude Code mit deinem Browser: - Web-Apps testen: Claude sieht was im Browser passiert und kann damit interagieren. - Console-Logs auslesen: Debugging von Frontend-Problemen direkt im Kontext. - Formulare ausfüllen, Daten extrahieren: Browser-Automatisierung. - Screenshots analysieren: Claude sieht die UI und kann über Design/Layout sprechen. Einschränkung: Beta-Status, Funktionsumfang kann sich ändern. Nicht geeignet für Backend-Arbeit.
VS Code Extension – die IDE-Integration
Die VS Code Extension bringt Claude Code direkt in den Editor. Offizielle Docs: [Use Claude Code in VS Code](https://code.claude.com/docs/en/vs-code). - Inline-Diffs: Änderungen werden direkt im Editor als Diff angezeigt – accept/reject pro Datei. - @-Erwähnungen: Referenziere Dateien und Ordner mit @-Syntax im Prompt. - Plan-Review: Plan Mode ist direkt in der Extension nutzbar. - Checkpoints: /rewind funktioniert auch in der Extension. - Multiple Conversations: Mehrere Sessions gleichzeitig. - Terminal-Integration: Du kannst zwischen Extension und CLI in VS Code wechseln. - MCP-Server: Werden aus deiner Konfiguration geladen. Wann VS Code? Wenn du sowieso in VS Code arbeitest und die inline Diffs und @-Erwähnungen nutzen willst. Für die meisten Entwickler ist das der tägliche Workflow.
JetBrains, CI/CD, Slack
- JetBrains: Plugin für IntelliJ, PyCharm, WebStorm etc. Ähnlich zur VS Code Extension, aber für das JetBrains-Ökosystem.
- GitHub Actions:
@claudein PRs und Issues – Claude Code reviewed, kommentiert und erstellt Fixes direkt in GitHub. Headless-Modus. - GitLab CI/CD: Ähnlich zu GitHub Actions, integriert in GitLab-Pipelines.
- Slack: Delegiere Tasks aus Slack an Claude Code im Web. Nützlich für Teams, die Slack als Kommunikationszentrale nutzen.
PLATTFORM-ENTSCHEIDUNGSHILFE
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Tägliche lokale Entwicklung?
→ VS Code Extension oder JetBrains Plugin
Volle Kontrolle, Agent Teams, MCP, Hooks?
→ Terminal (CLI)
Kein lokales Setup, schnell ausprobieren?
→ Web (claude.ai/code)
Dedizierte App ohne IDE?
→ Desktop-App
Frontend-Testing im Browser?
→ Chrome Extension (Beta)
CI/CD-Automatisierung?
→ GitHub Actions / GitLab CI/CD (Headless)
Team-Kommunikation integrieren?
→ Slack-Integration
EMPFEHLUNG FÜR DEN TÄGLICHEN WORKFLOW:
IDE-Extension + Terminal für Fortgeschrittenes
(80% IDE, 20% CLI für Agent Teams/MCP/Headless)
Dokumentationsstruktur: code.claude.com
Die zentrale und aktuellste Referenz ist code.claude.com. Die Docs sind in sechs Hauptbereiche gegliedert:
DOKUMENTATIONSSTRUKTUR – code.claude.com
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Getting started ─────────────────────────
├── Overview → Was ist Claude Code?
├── Quickstart → In 5 Minuten loslegen
└── Changelog → Neueste Features und Fixes
Core concepts ───────────────────────────
├── How Claude Code works → Agentic Loop, Tools,
│ Kontextfenster, Models
├── Extend Claude Code → Wann CLAUDE.md, Skills,
│ MCP, Subagents, Hooks, Plugins
├── Common workflows → Schritt-für-Schritt-Guides
│ (Bugs, Refactoring, Tests, etc.)
└── Best practices → Explore→Plan→Code, Kontext,
Verifizierung, CLAUDE.md
Outside of the terminal ─────────────────
├── Web, Desktop, Chrome
├── VS Code, JetBrains
├── GitHub Actions, GitLab CI/CD
└── Slack
Build with Claude Code ──────────────────
├── Subagents, Agent Teams
├── Plugins (erstellen & installieren)
├── Skills, Output Styles
├── Hooks, Programmatic usage
├── MCP (Model Context Protocol)
└── Troubleshooting
Deployment / Administration / Config ────
├── AWS, GCP, Azure
├── Teams & Enterprise Setup
└── Settings, Permissions, Sandbox
Reference ───────────────────────────────
├── CLI reference
├── Interactive mode
├── Checkpointing
├── Hooks reference
└── Plugins reference
Extend Claude Code – Entscheidungshilfe
Die Seite [Extend Claude Code](https://code.claude.com/docs/en/features-overview) erklärt die Erweiterungsoptionen. Hier eine Entscheidungshilfe, wann du welche Erweiterung brauchst:
WELCHE ERWEITERUNG FÜR WELCHEN ZWECK?
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"Claude soll meine Projekt-Konventionen kennen"
→ CLAUDE.md (persistenter Kontext, bei jeder Session geladen)
"Claude soll spezielle Workflows kennen, aber nur bei Bedarf"
→ Skills (bei Bedarf geladen, spart Kontext)
"Claude soll mit GitHub/Slack/Sentry/DB kommunizieren"
→ MCP-Server (verbindet externe Tools)
"Claude soll Teilaufgaben parallel erledigen"
→ Subagents (isoliert, ergebnisorientiert)
"Claude soll als Team an großen Aufgaben arbeiten"
→ Agent Teams (koordiniert, mit Kommunikation)
"Nach jedem Edit soll automatisch Prettier laufen"
→ Hooks (Event-basierte Automatisierung)
"Ich will alles bündeln und mit anderen teilen"
→ Plugins (Paket aus Skills, Hooks, MCP, Agents)
KONTEXTKOSTEN BEACHTEN:
CLAUDE.md: Bei jeder Session geladen → immer im Kontext
Skills: Nur bei Bedarf → spart Kontext
MCP: Tool-Beschreibungen im Kontext
Subagents: Eigenes Kontextfenster → entlastet deins
Hooks: Kein Kontext-Overhead (Shell-Scripts)
Plugins: Kombiniert alles → Kosten variieren
CLAUDE.md ist der Startpunkt – richte es für jedes Projekt ein. Die offiziellen Best Practices empfehlen: Kurze, menschenlesbare Anweisungen (nicht Beschreibungen). Bash-Befehle, Code-Style, Workflow-Regeln. Starte mit /init und verfeinere iterativ.
Skills für domänenspezifisches Wissen, das nicht immer geladen sein muss. Portabel und wiederverwendbar zwischen Projekten.
MCP für externe Tool-Anbindung. Populäre Server: GitHub, Slack, Sentry, PostgreSQL, Filesystem. Installation über HTTP, SSE oder stdio. Drei Scopes: lokal (Session), Projekt (.mcp.json), User (~/.claude).
Subagents für fokussierte, parallele Aufgaben. Eigenes Kontextfenster, berichten zurück. Niedriger Token-Overhead.
Hooks für Automatisierung ohne Kontext-Kosten. 8 Event-Typen: SessionStart, UserPromptSubmit, PreToolUse, PermissionRequest, PostToolUse, PostToolUseFailure, TeammateIdle, TaskCompleted.
Plugins bündeln alles: Skills, Agents, Hooks, MCP-Server, LSP. Installierbar aus Marketplaces oder als lokale Packages.
Wichtige Einstiegspunkte und Links
- Übersicht (DE): [code.claude.com/docs/de/overview](https://code.claude.com/docs/de/overview)
- Quickstart: Erste Schritte in wenigen Minuten
- Changelog: [code.claude.com/docs/en/changelog](https://code.claude.com/docs/en/changelog) – regelmäßig prüfen!
- How Claude Code works: Agentic Loop, Models, Tools, Kontext, Checkpoints, Permissions
- Best practices: Verifizierung, Explore→Plan→Code, CLAUDE.md, Kontext-Management, Rewind
- Common workflows: Codebase verstehen, Bugs fixen, Refactoring, Plan Mode, Sessions, Git Worktrees
- Extend Claude Code: Wann CLAUDE.md, Skills, Subagents, Hooks, MCP, Plugins
- MCP: [code.claude.com/docs/en/mcp](https://code.claude.com/docs/en/mcp)
- CLI-Referenz: Alle Befehle und Flags
- Settings: Konfiguration, Berechtigungen, Sandbox
- Plugins & Skills: Erweiterungen erstellen und aus Marketplaces installieren
Nachhaltiger Lern-Workflow
Claude Code entwickelt sich schnell weiter. Ein nachhaltiger Lern-Workflow hilft dir, am Ball zu bleiben: 1. Changelog regelmäßig prüfen – Neue Features, Breaking Changes und Bugfixes werden dort dokumentiert. Mindestens einmal pro Woche. 2. Docs als Referenz nutzen – Du musst nicht alles auswendig wissen. Wenn du einen Hook konfigurieren willst, schlage die [Hooks reference](https://code.claude.com/docs/en/hooks) nach. Wenn du MCP einrichten willst, lies die [MCP-Docs](https://code.claude.com/docs/en/mcp). 3. CLAUDE.md iterativ verbessern – Jedes Mal wenn Claude einen Fehler macht, der auf fehlendem Kontext basiert, ergänze deine CLAUDE.md. Sie wird über Wochen immer besser. 4. Neue Features schrittweise ausprobieren – Nicht alles auf einmal aktivieren. Erst Skills, dann MCP, dann Hooks, dann Subagents, dann Agent Teams. Jedes Feature einzeln verstehen bevor du kombinierst. 5. Community und Ressourcen nutzen – r/ClaudeAI (450K+ Mitglieder), ClaudeLog.com (Mechanics und Best Practices), Anthropic Engineering Blog, GitHub-Repos mit Beispiel-Konfigurationen.
Updates und Installation
Claude Code wird laufend aktualisiert. Je nach Installationsmethode:
- Native Install (empfohlen): Aktualisiert sich automatisch im Hintergrund. Keine Aktion nötig.
- Homebrew: brew upgrade claude-code
- WinGet: winget upgrade Anthropic.ClaudeCode
Neue Slash-Commands, Fast Mode, Agent Teams, Checkpointing und Plugin-Features werden über Updates ausgerollt. Nach Updates: claude --version prüfen und Changelog lesen.
# Version prüfen
claude --version
# Homebrew Update
brew upgrade claude-code
# WinGet Update
winget upgrade Anthropic.ClaudeCode
# Changelog direkt aufrufen
# → code.claude.com/docs/en/changelog
llms.txt – der Dokumentations-Index
Für Automatisierung und LLMs bietet die Dokumentation einen vollständigen Seiten-Index unter https://code.claude.com/docs/llms.txt. Dort sind alle verfügbaren Docs-Seiten gelistet. Das ist nützlich für:
- MCP-Server, die die Docs durchsuchen sollen
- Eigene Scripts, die bestimmte Docs-Seiten abrufen
- Schnelles Nachschlagen, wenn du den genauen URL einer Unterseite brauchst
In deiner CLAUDE.md kannst du referenzieren: Offizielle Docs: https://code.claude.com/docs/llms.txt – so weiß Claude Code bei Bedarf, wo es nachschlagen kann.
# Dokumentations-Index für LLMs/Automatisierung
# Vollständiger Index: https://code.claude.com/docs/llms.txt
# Dort sind alle verfügbaren Seiten gelistet – ideal zum gezielten Nachschlagen.
# In CLAUDE.md referenzieren:
# ## Referenzen
# - Offizielle Claude Code Docs: https://code.claude.com/docs/llms.txt
# - Changelog: https://code.claude.com/docs/en/changelog
🎓 Kurs-Abschluss und nächste Schritte Gratulation! Du hast einen großen Teil des Kurses durchgearbeitet – von den Grundlagen (Installation, CLAUDE.md, erste Befehle) über fortgeschrittene Workflows (Plan Mode, Skills, MCP, Hooks, Subagents) bis zu den neuesten Features (Fast Mode, Opus 4.7, Agent Teams, Advisor Tool, Effort-aware Hooks). Dieser Kurs vermittelt Konzepte, Workflows und Best Practices. Für exakte CLI-Syntax, aktuelle Flags und offizielle Empfehlungen ist code.claude.com die maßgebliche Quelle. Nutze beide: Kurs für Struktur und Verständnis; Docs für Referenz, Vertiefung und neueste Updates. Nächste Schritte: CLAUDE.md für dein Projekt einrichten (/init), einen MCP-Server anbinden, einen Subagent erstellen, Agent Teams ausprobieren. Viel Erfolg!